Vor einigen Jahren mitten in Europa, in einer Stadt, die man Berlin nannte...
Es war ein trüber Wintersmorgen, die Straßen aalglatt vom überfrorenen Eis, als meine Mutter mich gebar. Im Verlaufe meines langen mich an Erfahrungen anreichernden Lebens besuchte ich sowohl Kinderkrippe als auch Kindergarten. Dieses soziale Umfeld empfand ich nicht immer optimal für die geistige oder menschliche Entwicklung des Individuums. Nach nur sechs Jahren zogen wir aus einem öden und fast zu einem Slum heruntergekommenen Stadteil, names Prenzlauer Berg, in in eine bessere Gegend um. Bereits in den Kinderjahren bekam ich Probleme, denn Kinder verhalten sich grausam zu nicht leicht zuverstehenden Mitmenschen. Der erste grosse Lebensabschnitt war der Besuch einer 10klassige Polytechnische Oberschule. Da wir umzogen, wurde eine Integration in die gerade sich zusammengeraufte Klasse sehr erschwert. foddos Durch internationale Forschung in der Energieerzeugung erfolgte der einjährige Besuch 80/81 der östlich gelegenen Metropole Moskau. Dortige angespannte Lebensverhältnisse wirkten auf unsere Familie besonders. Trotzdem gab es dort eine Menge zu erleben und auch Erfahrungen konnte ich für mich sammeln. Von dort aus reisten wir unter anderem nach Leningrad (heute St. Petersburg) und in den mittelasiatischen Teil des damals noch monolithischen Riesenstaates. In dieser Zeit lernte ich eine Menge über die Menschen und die Relativitäten zwischen einzelnen Völkern und Staaten.


Wieder in das sogenannte Vaterland zurückgekehrt, erkannten mich durch die Entwicklung und Veränderung meiner Person in Größe und Gewicht nur wenige wieder. Zu meiner Jugendweihe, die im Allgemeinen mit im 14. Lebensjahr stattfindet, erhielt ich eine Chance einen Homecomputer (ZX81) zu erwerben. Ich nutzte die Gelegenheit, um mich ein wenig mit der neuen interessanten Technologie vertraut zu machen. Die erste Begegnung mit einem Computer in meiner Jugend prägte meine weitere Laufbahn. Nach meinem doch recht netten Abschluß der 10klassigen Polytechnische Oberschule, begann ich die Lehre des Elektronik-Facharbeiters. Ich erlernte mühseelig, gestört durch private und von Mitlehrlingen erzeugte Probleme, diesen Beruf zuerst in Kooperation beim Werk für Fernsehelektronik Berlin für eine Firma namens FAGA Berlin. In dieser Lehre erfuhr ich die schwarze Seite der Zivilisation: Haß, Neid, Bequemlichkeit, Heuchelei und Hinterhältigkeit. Im Jahre 1988 konnte sich mein Vater nach seiner halbjährigen Dienstreise nach Grossbritannien und einigen Entbehrungen (kein Restaurant, kein Friseur und keine grosse Reisen) einen Rechner leisten, der den Einstieg in die Informatik ermöglichte. Ja, der Euro-PC erschien uns als Quantensprung in der Entwicklung und diente als Forschungs- und Arbeitsobjekt. Damit wurde ein Traum war, der sich für meine weitere Entwicklung und die Erkennung der Zusammenhänge zwischen humanuiden und virtuellem Leben förderte. Meine Erfahrungen sammelte ich während meiner Arbeit mit den Menschen und deren Verhalten im Arbeitskollektiv. Auch die Konflikte zwischen Teilen des Jugenkollektivs Ernst Thälmannund deren Eigendynamik faszinierten mich. Hier gab es viele unterschiedliche Chraktere. Während meiner ersten beiden Arbeitsjahre belegte ich den Abiturkurs an der Abendschule mehr oder minder erfolgreich. Als im Jahre 1992 meine "Karriere" stagnierte, überlegte ich welche Möglichkeiten es gab, mehr als nur tagtaälich zur Arbeit zu trotten. Da sich mit der Wende in Deutschland die Situation für ein Studium erheblich änderten, beschloß ich ein Studium an der FHTW Berlin zu beginnen. Es ist wichtig, Ziele vor den Augen zu haben und sie erfolgreich anzustreben.


Im Oktober 1992 immatrikulierte ich and der FHTW Berlin. Als Studienrichtung belegte ich den Studiengang Angewandte Informatik im damaligen Fachbereich 1. Nur durch eine intelligente Technologie erreicht der Mensch neue Qualitäten, in der von ihm dominierten Zivilisation. Die angedichtete Antagonie zwischen technologischem und ökologischem Fortschritt erhielt neue ungeahnte Dimensionen. Die Spezialisierungsrichtung Informationssysteme interessierte mich von Anfang an. Im Praktikum arbeitete ich bei Lufthansa Systems. Dort entwickelte ich einen Prototypen eines Ressourcen-Managementsystems für einen Flughafen. Dieses Programm erweiterte ich als Diplomarbeit Hilfe der Künstlichen-Intelligenz durch Smart Elements und dem Datenbankmanagementsystem Oracle zu einem neuen Konzept bei der Programmierung eines Informationssystems. Um eine hervorragende Informationsvielfalt zu erlangen, nutzte ich die medialen Einflüsse anderer Medien (wie Video, Audio usw.). Ich belegte unter anderem einen Multimediatechnolgie Kurs. Seit dem 3. Semester beschäftigte ich mich mit Toolbook im Rahmen eines Informationsprojektes der Fachhochschule. foddos Eine Belegung des Faches New Media mit dem Gastdozenten Prof. Hans Mittendorfer erwies sich als sehr vorteilhaft in Bezug auf die Integration des Computers in der heutigen Zivilisation. Eine ebenfalls sehr interessante Richtung war die Vorlesung Parallele Rechenarchitekturen von Herrn Prof. Fortenbacher. Als krönenden Abschluß schuf ich mit drei weiteren Kommolitonen den neuen WebServer des Fachbereiches. Diese Ausbildung schloßich im ersten Quartal des Jahres 1997 erfolgreich ab. Nach 9 Semestern erlangte ich einen guten Abschluß als Angewandter Informatiker.

Nun konnte ich nur durch persönliches Engagement und die durch das BfZD erzeugten widerlichen Umstände glücklicherweise einen Zivildienstjob in der kardiologischen Abteilung der Medizinischen Klinik des Klinikums Innenstadt der Ludwig-Maximilians-Universität in Müchen wahrnehmen. Dort in einem nicht sehr komfortablen Etablissements versuchte ich, die dortige Arbeit zu meistern und mein Wissen den dortigen Mitarbeitern zukommen zu lassen. Währen dieser Zeit baute ich eine netzwerkbasierte Aktenablage auf und half bei allen erdenklichen Vorbereitungen (ca 500 Dias). So konnte ich experimentieren und weiteres Wissen erlangen, um mich mit der Internettechnologie besser vertraut zu machen und Erfahrung auf dem Gebiet der Unix Administration sammeln. Dort wurde mir bewußt, welche chaotischen Mißstände durch falsche Strategien und Intrigen entstehen können. Wieder einmal leiden Menschen unter ihren eigenen Mitarbeitern, die ohne Weitblick nur auf ihr Ego bedacht sind. Nachdem ich gegen das Chaos siegte, konnte ich meinem Nachfolger den Weg ebenen, der somit produktiv sein konnte.


Zwei Jahre arbeitete ich als Informatiker bei Interactive NetworX. In dieser Firma schien das Miteinander im Vordergrund zu stehen. Meine Erkenntnisse geben mir Recht. Ein Zusammenhalt und Miteinander bewirken eine starke Gemeinschaftsleistung, die dem einzelner Individuen weit überlegen ist. Mit Visual Basic überholte ich eine ältere Anwendung, verwaltete und bediente die Buchhaltung mit ihrer Software. Ich versuchte die vorhandenen Strukturen zu erfassen und eine flexiblere neue Lösung für diesen ISP zu erarbeiten. Nach zwei Jahren Interactive Networx/Snafu, sah ich nach 6 Monaten keinen anderen Ausweg, als mich nach einem neuen Arbeitsfeld um zu sehen. Nach zwei Gesprächen fand ich keinen beruflichen Grund dort weiter zu verweilen. Die Menschen um mich werde ich vermissen, von Koki, der Buchhaltung bis zum damaligen Chef der Hotline und ganz besonders meinem ganz persönlichen Chef. 8*) Gelernt habe ich, Erfahrungen gesammelt und auch die Datenbank als Fundament des Informationssystms hingezaubert, die anscheinend sogar funktioniert: Eier legen, Wolle geben und rum sauen... Bis heute scheint sich das Konzept bewährt zu haben. Heute ist INX/Snafu in inter.net aufgegangen. Leider etwas spät für mich.

Folgend kamen die wahrscheinlich schlimmsten vier Monate bei Convergence. Angeheuert als Administrator für ca 15 Mann begann ich vollen Mutes. Es kam anders als ich dachte. Die gesamte Zeit hatte ich mit Problemen zu tun, die ausserhalb meines Wissens und meiner Arbeitsaufgabe lag. SAT Anlage und Klimaanlage umsetzen und erweitern, Möbel besorgen und aufbauen. Umzüge planen und durchführen und letztlich noch mit Hausverwaltung und Handwerkern über die Problemlösungen verhandeln. Mit durchschnittlich 12 Stunden pro Tag inklusive Wochenendarbeit lief all die Arbeit und mein Leben total aus dem Ruder. Dann kam der Tag, an dem ein mir nicht bekannter wiederholter Absturz eines Rechners erfolgte. Dies war der Grund der Geschäftsführung mir kündigen zu wollen. Schliesslich tat ich das selbst. Die Notbremse lohnte sich.

Nach mehreren interessanten Gesprächen und Telefonaten entschied ich mich am 1. September 2000 bei BESSY mbH als Oracle Datenbank Administrator anzuheuern. Hier gab es eine etwas langsame Anfangszeit, die allerdings recht schnell zu interessanten Einblicken und Erkenntnissen führte. Auch hier musste das Informationssystem aufgebaut werden. Immer noch sitze ich über den Arbeiten zur Optimierung und Generalisierung der Konfiguration und Messung des Eletronenstrahlspeicherrings. Hinzukommt ein mangelndes Informationssystem für alle Mitarbeiter, der Verwaltung und der anfallenden Daten. Es gibt eine Menge interessanter Themen und Kollegen. Zwischen den einzelnen Firmen gibt es extreme Unterschiede des Arbeitsumfeldes und des Klimas betreffend. Mal sehen, ob das technische Contentmanagement, PHP und die Datenbank mit unseren Softwareentwicklungen diese Probleme zu lösen vermö.